SensenMan – Die lustigsten letzten Stündlein

SensenMan - Die Lustigsten Letzten Stündlein
SensenMan - Die Lustigsten Letzten Stündlein

Es gibt im Wesentlichen zwei Situationen, die man nur sehr, sehr schwer ohne tief schwarzen Humor heiter übersteht. Auf der einen Seite steht alles, was auch nur ansatzweise mit dem schnöden Toilettengang, inklusive aller Begleitgeräusche, in Verbindung gebracht werden kann, auf der anderen Seite steht der – an sich total witzlose – Tod. Beide Momente sind tief miteinander verbunden. So gab es nicht wenige Partnerschaften, in welchen die Teilnehmer nach der ultimativen Erfahrung der gemeinsamen Nutzung des Aborts, fortan den getrennten Weg bevorzugten, und – glaubt man der katholischen Lehre – hört jede zwischenmenschliche Romantik abrupt mit dem Exitus des anderen auf. Andererseits gibt es, gesellschaftlich wenig akzeptierte, partnerschaftliche Unternehmungen die den offenherzigen Tod, oder aber den enthemmten Toilettengang, prinzipiell voraussetzen. Eventuell sogar beides. Gleichzeitig. Manchmal sogar, ist das letzte menschliche Tönchen seinerseits stark verwandt mit dem, was man allgemein hin als gemeinen Furz beschreiben würde.

Rudi Hurzlmeier, dessen Name allein beim Nicht-Bajuwaren für ein mehr oder weniger dämliches Mundwinkelzucken sorgt, hat sich zum Thema „Tod“ mit einer Comic-Sammlung zu Wort gemeldet. Da alleine zeichnen wohl schrecklich umständlich ist, bat er gestandene Kollegen (wie z.B. Rürup, Kittihawk, TOM, BECK, POLO, Rattelschneck) um ihre Mitarbeit. Herausgekommen ist ein kurzweiliges und kleinformatiges Werk von knapp 124 Seiten. Jede Seite beschäftigt sich dabei mit dem alten SensenMan (sprich: „SensenMän“), der – glaubt man den Comics – ein echt netter Kerl, mit dem greifbaren Hang zum schwarzen Humor, ist. Hier und da ist er auch selbst das Ziel einer Verulkung. Was ihn ja nur sympathischer machen kann.

Wie es bei Comic-Sammlungen so üblich ist, blättert man ja eher hin und her durch das Buch, als es von Anfang bis Ende durchzulesen. Es ist ein netter Zeitvertreib, eine leckere Zwischenmahlzeit, die man sich mal eben so gönnen kann. Schlußendlich kommt hier wieder etwas zusammen, was wohl durch eine universale Kette verbunden ist: Das Buch empfiehlt sich auf das vortrefflichste als unterhaltsame Klolektüre, die man sich selbst, und auch seinen Gästen, gerne gönnt. So liegt bei mir ab sofort griffbereit – auf einen Stapel Asterix-Hefte – diese kleine, aber feine, Comic-Sammlung.

Das Büchlein ist im Lappan-Verlag erschienen und kostet wohlangelegte 9,95 Euro (Shop).

 

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