facebook, youtube und tv.

Neulich regte sich der durchschnittliche, von „German Angst“ befallene und dadurch entsetzlich gequälte, deutsche Journalist, und Experte aller Themen rund um das soziale Netzwerkeln im skandalösen Internet, über eine weitere Funktion bei Facebook auf. Mittendrin war unklar, ob es nun um die Funktion selbst, oder um die Tatsache geht, daß Facebook sich herausnimmt einfach so Funktionen freizuschalten. Selbstverständlich haben sich daraufhin alle Social-Media-Experten darin überschlagen, der restlichen Welt eben dieses Thema beizubringen, nur damit alle anderen auch wissen, wovor man sich eigentlich zu fürchten hat. Was natürlich kaum gelang, da Fachwissen und Social-Media-Experten niemals, aber wirklich niemals, zusammenkommen und eben das allen schon längst klar war, weshalb Ihnen auch keiner mehr so richtig zuhörte. Völlig zurecht. Schwämmlein drüber. Für die Leser dieser Zeilen: Die Funktion ist harmlos, alles halb so schlimm, und so könnt ihr sie wieder ausschalten.

Youtube, seinerseits ein Google-Firmchen, hat es aufgegeben sich mit der GEMA freundlich zu einigen. Neuerdings wird man nicht nur darauf hingewiesen warum man den einen oder anderen Clip nicht mehr sehen darf, sondern bekommt dabei auch unaufgefordert Bescheid gestossen, wer der Spielverderber ist: Die GEMA. Sony, BMG und andere Musikfabriken, haben sich dann auch noch zu Wort gemeldet, und finden es ebenfalls total Banane, das der Rechteinhaber der Verlagsrechte (GEMA), sich zu keinem, für Youtube, günstigen Preismodell beraten läßt. Besonders interessant, und das eigentlich Lustige dabei, ist: das sich jetzt die Musikindustrie echauffiert, wie unbeweglich die GEMA in den Zeiten des flotten Internets so ist. Dabei ist es doch die Musikindustrie die seit der Erfindung der MP3-Komprimierung ständig flennt, Zeter und Mordio ruft, und der schlimm herunterladenen Gesellschaft, in der Erfahrung schwindender Umsätze, garstigst entgegentritt. Verdrängung?

Die fetzige Ulknudel Thomas Gottschalk geht, und gab uns noch eine letzte, also eine fast letzte, Show. Die unser dödeliger Frank ausgesprochen lustig fand. Dennoch: Mittels eines gefühlt 15-Jährigen Abschieds, von dem was man mit etwas Alkohol auch schon mal Unterhaltung nennen könnte, wird im Herbst mit ganzen drei Shows der Endreiz aus dem ZDF-Zuschauerhirn gepresst. Dann ist er endlich weg. Der Reiz. Aber nicht unser Tommy G., der uns unverhohlen mit neuen, Langeweile verheißenden, Shows zu drohen weiß. Verdammte Axt. Wie fies.

Noch etwas in eigener Sache: Tatsächlich schicken mir ausgewählte, offenbar dem Irrsinn nahe, Verlage Rezensionsexemplare Ihrer neuen Bücher zu. Was prima ist, denn ich lese gerne. In kürze werde ich dann hier, das eine oder andere Buch vorstellen und gegebenenfalls wärmstens empfehlen. Bis dahin:

Wer ist eigentlich dieser „Dr. Kawashima“?