Schneeflocken, Kälte und eine tote Maus!

Für den gemeinen Ruhgebietsbewohner, den einheimischen Sonderling zwischen Ruhr und Lippe, ist eine Schneeflocke ja ein ziemlich brutal beeindruckendes und absolut unerwartetetes Ereignis. So wird schnell einmal der einkehrende Winter, wagt er sich so denn die durchschnitts Temperatur konstant um 0 Grad herum zu drücken, als „sibirisch“ tituliert und ältere Menschen fühlen sich genötigt mindestens einmal irgendwie das Wort „Stalingrad“ unterzubringen. Das Ausfallen des örtlichen und öffentlichen Personennahverkehrs wird mit resigniertem Schweigen kommentiert. Insgesamt aber, versteht der winterunerfahrene Eingeborene nicht, wie es zu dieser Anomalie kommen konnte. Zum Winter. Beziehungsweise zum Schneefall. Gebucht war das ja nicht.

Dieser Autor ist da keine Ausnahme. Schlimmer noch: Fassungslos durch 30 Zentimeter Neuschnee stapfend, ein Mammut erwartend, läuft dieser Weblog-Verbrecher vom Ort seiner Arbeit zur nächsten U-Bahn Haltestelle, und fühlt sich dabei so, als sei er kürzlich aus dem Gulag in Sibieren-Ost ausgeberochen und nun in der weißen Einöde auf sich gestellt. Das erklärt nachträglich die finstere Mine des feinen Herrn. Blöd war, das zur gleichen Zeit wohl eine dunkelgraue Maus das gleiche durchlitt, sich eine Schneehöle baute und noch im letzten Moment flüchten wollte, dann aber tragischerweise, von einen ziemlich ungeschickten und grisgrämigen Menschen, zertreten wurde. Ein total verpfuschtes Ende. Sorry.

Fragt sich gerade, wie wohl Mammutfleisch schmeckt: Dieser Autor.