Hölle: Supermarkt!

Es gibt vieles, was den gemeinen Menschen nerven kann. Der Grad des Leidens variiert dabei. Die Vor-Vorweihnachtszeit* ist allerdings die Zeit, in welcher dieser Autor alle seine Kräfte braucht um nicht „Der Krieg der Welten“ als One-Man-Performance-Show im Supermarkt seiner Wahl Ur-Aufzuführen. Es ist dabei, also bei der Vermeidung dessen, nicht zuträglich, wenn….

  1. …. sich Kleinkinder, offenbar in suizidaler Absicht, zwischen dem Autoren und der Süßwarenabteilung stellen und sich dann ausgiebig schreiend auf den Boden wälzen.
  2. …. trübe Tassen Ihre Kinder „Üffes“ rufen und „Yves“ meinen. Dabei sei angemerkt wie nervtötend der Name „Sven“ ist, wenn man ihn extra Lang ausspricht. (Sväääähäääään).
  3. …. man diesen Autoren, an der Kasse, erläutern will, daß es völlig normal und gut ist mit 38 Jahren eine 22 jährige Tochter haben zu wollen und dabei, als Hauptgrund, stolz anführt nun gemeinsam, sozusagen als Freundinnen, um die Häuser ziehen zu können. Too much information.
  4. …. Leute an der Kasse stehen, die die Hälfte vergessen haben, darüber ein Gespräch mit dem genervten Mitdreissiger führen, darauf stundenlang nach Kleingeld wühlen, dann festellen lieber mit Karte zahlen zu wollen, nur um dann den Kassenbon Punkt für Punkt mit der Kassiererin zu klären. Ach ja…“Sammeln Sie Punkte?“, „Aber selbstverständlich!“.
  5. …. Menschen die mit Ihren Ernährungstipps und ungebremsten Sendungsbewußtsein im Obst-und-Gemüse-Sektor jede Hemmung verlieren, und allen, auch diesen Autoren, mit Ihren Kenntnissen auf den Keks gehen. Das sie das beruflich tun ist, in den Augen des Autoren, nur eine billge Ausrede.
  6. …. man beim Eintritt in den Supermarkt gefragt wird ob man ein Abo der hiesigen Tageszeitung benötigt, zwei Meter später was ähnliches von einem Telefonanbieter erwarten kann und man vier Meter später fünfmal nein sagen muss, weil man das bescheuerte Brot heute nicht probieren will. Selbstverständlich ist die Prozedur beim Verlassen der Kaufmannshallen fast die selbe. Eben in umgekehrter Reihenfolge.

Gottseidank hat dieser Autor jetzt ein wenig Urlaub und kann Spekulatius-Keks-knabbernd relaxen. Wer kam eingentlich auf die Idee, das Supermärkte immer größer und größer und schließlich in Centren enden müssen, dessen einziger Zweck zu sein scheint, die Verrückten dieser Welt anzulocken, wie das Licht die Motten?

Schwämmlein drüber: Dieser Autor

* Edit: Die interessierte Leserin Juliane hat mir glaubwürdig verklickern können, das man von „der Vorweihnachtszeit“ frühestes ab dem 1. Advent sprechen kann.