Wenn Vorstände werben!

Hey! Nichts gegen werbende Mittelständler. Besonders wenn deren Produkte und Dienstleistungen seriös sind. Was übrigens bei diesen beiden, deren Werbung dieser Autor gleich mal bewerten möchte, gerne und zurecht behauptet werden darf:

Was dabei aber kaum in den, viel zu kleinen, Kopf will ist, daß es im 21. Jahundert noch staksige Vorstände gibt die, lassen Sie mal ein TV-Werbevideo drehen, nicht darauf verzichten können dort selbst aufzutreten. So weiß doch jeder, das der durschnittliche, mit weltfremdem Gestus behaftete, Vorstandstyp eher kein Sympathieträger ist. Zumal alleine die Tatsache des Auftritts davon kundtun könnte, daß man sich selber für extremst Fotogen und – viel bedeutender – für unverzichtbar hält. Man sei quasi die Sonne um welche sich das Unternehmen dreht. Sowas kann man steigern: Ich habe schon von schwarzen Löchern gehört, die ganze Galaxien verschlungen haben. Sinnbefreit metaphorisch gesprochen. Sei’s drum.

Der sympathische Protagonist dieser [Video] Werbung, beispielsweise, zwingt ein Werbunternehmen zum schlimmsten Stilmittel aller Zeiten: Adretter Vorstandstyp quasselt, möglichst uncool, den Beworbenen am nachempfundenen Schreibtisch voll. Er wirbt um Vertrauen für seine Firma die, natürlicherweise besonders günstig, für Zahnersatz sorgt. Eben welches kommt wohl aus chinesischen Laboren. Soweit, so gut. Dann fällt der Satz: “Vertrauen Sie mir!”. Dieser Autor ist dabei vom Hocker gefallen. So hielt er es nicht für möglich, daß irgendwer “Vertrauen Sie mir” in ein Manuskript schreibt. Außer es handelt sich um ein Kinofilm. Da sagen es immer die bösen, fiesen Typen. Kurz bevor sie zuschlagen. Daher ist das ja ein NO GO in der Werbung, werter Herr Vorstand.

Angepingt durch diese zerrüttende Erfahrung mit diesem TV-Zausel, wurde natürlich ein wenig recherchiert. Besonders witzig ist dabei in Erinnerung geblieben, daß eben diese Firma gleich drei Internetseiten hat. Alle ein wenig anders. Hier, hier und hier. Ein wenig irritierend. Aber egal. Vertrauen Sie mir.

Vertrauen soll man auch diesen erfolgreichen Versicherer. Dabei tut er alles, daß der blanke Argwohn beim beworbenen Versicherungsverweigerer hochsteigt. Mit dieser [Video] Werbung, die ein informatives Interview, wohl möglichst plump, simulieren soll, hat man sich selbst beispielhaft ins Knie geschossen. Das das sogar nach Absicht, oder absichtsvollen Unvermögen, aussieht ist umso erstaunlicher. Das geht eigentlich gar nicht. Auch egal. Wenigstes ist es witzig. Wenn auch unfreiwillig.

Entweder die beiden hübschen Herren Vorstände sind intergalaktisch Beratungsresistent, was ja nicht so untypisch für freilaufende pussierliche Chefs mittelständischer Unternehmen ist, oder Sie beauftragten Werbeagenturen, welche Ihre Konzepte irgendwann in der 50ern entwickelten und seitdem die gleichen abgelullten Werbungen entwerfen. Wie immer wird es eine Mischung aus vielen Dingen sein.

Wünscht sich ausschließlich stilvolle Spots: Dieser Autor.

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